Bei Ubuntu wird wohl gerade ein neuer Vorschlag diskutiert, bei dem es darum geht, als Teil der "Sicherheitskette" (Secure Boot) den Bootloader GRUB in seinen Fähigkeiten stark einzuschränken (
fosstopia
,
linuxnews
). Manche der überlegten Aspekte machen durchaus Sinn, wie das Sperren von Startbildern, da diese
Schadcode enthalten
können. Die Idee aber, LUKS und RAID auszusperren sowie die die Dateisysteme btrfs (wichtig im Kontext von rollenden Distributionen) sowie ZFS (aufgrund GPL-Inkompatibilität nur als Modul integrierbar) und einem dies als "Sicherheitsfeature" zu verkaufen, ist wohl der größte Unsinn ever. Das ist mal wieder so eine jener typischen Ideen von Canonical, die Ubuntu als Distribution einfach unsympathisch machen. Sollte dieser Mist in dieser Form wirklich Einzug in *buntu halten, dann gilt sehr genau zu beobachten, ob das Linux Mint-Team diesen wieder rauspatched. Bis dahin ist zu hoffen, dass ganz im Strukschen Sinne, diese nicht ganz falsche Idee auf ein gesundes Maß zurechtgestutzt wird. Und auch dies ist mal wieder ein Argument, warum ich dringend für die Debian-basierte Mint plädiere. Denn so ein bescheuerter Vorschlag würde in der Debian-Gemeinschaft sicher umgehend "zurechtgestritten" werden.
Ich persönlich handhabe es zudem eh so, dass ich wenn möglich dieses Secure Boot-Zeugs deaktiviere und mir eine sichere Boot-Kette lieber von Hand aufbaue.