USB-Startmedienersteller

Für Windows-/Apple-AnwenderInnen steht die Frage im Raum, wie sie zu einem startfähigen Linux kommen. Der einfachste Weg ist, den Rechner über eine den etablierten Linux-Fachzeitschriften häufig beiliegenden DVDs zu starten, um Linux im Live-Betrieb zu erkunden oder gleich zu installieren. Der Nachteil ist, dass diese Medium konzeptbedingt häufig leicht veraltet sind und vielleicht die gerade gewünschte Distribution nicht dabei ist. Daher bietet sich der offizielle Download der favorisierten Linux-Distribution als ISO-Datei (Wikipedia, Ionos) an. Um Diese auf einen leeren bzw. nicht anders verwendeten USB-Stick oder eine SD-Karte zu bekommen, gibt es einige Programme. Hinweis: Da ich selber seit vielen Jahren ausschließlich mit Linux arbeite und die Methode per „dd“ im Terminal bevorzuge, habe ich keine persönlichen Erfahrungen mit den weiteren folgend genannten Programmen (außer „Ventoy“). Einige der genannten Programme werden hier (2022) vorgestellt.

  • dd (ubuntuusers, Wikipedia)
    Dieses Terminalprogramm gehört zu den Linux-Coreutils (Wikipedia) und ist die schnellste, aber auch gefährlichste Lösung, um eine ISO-Datei auf einen USB-Datenträger zu übertragen. Gefährlich in dem Sinne, dass es keine Warnung oder Fehlermeldung ausgibt, wenn bestehende Daten überschrieben oder der falsche Datenträger ausgesucht wird. Wer sich nicht sicher im Terminal zuhause fühlt, sollte hiervon die Finger lassen. Scheinbar gibt es aktuell keine wirklich fehlerfrei arbeitende Implementierung von „dd“ für Windows, so dass es externer Programme bedarf.
  • Win32 Disk Imager
    Ein kleines veraltetes Programm. Ob es mit heutigen Windows-Versionen zusammen arbeitet, ist fraglich.
  • balenaEtcher (Download, Wikipedia)
    Ein sehr fettes Programm für Linux, Windows, Mac
  • Rufus (Download, Wikipedia)
    Ein kleines Programm ausschließlich für Windows
  • UNetbootin (Wikipedia)
    Ein kleines Programm für Linux, Windows, Mac, welches die gewünschten ISO-Dateien aus dem Internet herunterlädt und dann auf den USB-Wechseldatenträger überspielt. Es ist leider ebenfalls leicht veraltet.
  • Ventoy (Download, Wikipedia)
    Mittelschweres Programm für Linux und Windows. Es legt zwei Partitionen auf dem USB-Datenträger an: In die kleine zweite Partition kopiert es sich selber zum Rechnerstart und in die erste große Partition können mehrere ISO-Dateien ähnlich wie auf einem Multi-Distro-USB-Stick kopiert werden. Auf der Projektseite ist eine umfangreiche Liste der unterstützten Linux-Distributionen zu finden. In der Praxis funktionieren aber leider nicht alle Distributionen damit.
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  • Zuletzt geändert: 2026/10/08 00:33
  • von dr.tux