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Distributionen
Übersichtsseiten
- Distrochooser (Wikipedia, anhand von Fragen kann die persönliche „Lieblingsdistribution“ ermittelt werden)
- Distrowatch (die wohl bekannteste Auflistung für Linux-Distributionen, stets aktuell)
- OpenOS (diese Übersichtsseite bietet eine Suchfunktion nach verschiedenen Kriterien)
- Softpedia (eine ebenfalls sehr gute Liste, wird seit geraumer Zeit aber nur noch sporadisch aktualisiert)
- Lidux (eine veraltete Liste, die allerdings einige immer noch spannende Distributionen auf deutsch vorstellt)
Visualisierungen
Es gibt einige ansprechende graphische Aufbereitungen, um sich in der unübersichtlichen Vielfalt der Linux-Distributionen zurecht zu finden.
- Wikipedia: Linux Distribution Timeline (skalierbare Grafik des Stammbaums der Linux-Distributionen)
- Distrowatch: Periodic Table of Linux Distros (hochauflösende Grafik der Linux-Distributionen in Anlehnung an das Periodensystem der chemischen Elemente)
- Dedoimedo: The Great Linux World Map, Version 1, 2011 und Version 2, 2014 (eine „Weltkarte“ in verschiedenen Formaten)
- Heise: Der c't-Linux-Netzplan (stellt Eigenschaften und Besonderheiten diverser Linux-Distributionen wie einen U-Bahn-Fahrplan dar)
- OpenOS: Der Kontinent Open Source (eine „Weltkarte“ der Open Source-Betriebssystemfamilien, der Distributionsfamilien als „Kontinente“ darstellt)
Distributionen
Hier sollen einige Distributionen erwähnt werden, die nicht die breite Aufmerksamkeit erlangen. Dies ist eine subjektive, alphabetisch sortierte Auswahl, die nicht vollständig sein kann.
Allgemeine/Desktop-Distributionen
- 4MLinux (Miniatur-Linux, verschiedene Spins verfügbar)
- Bodhi Linux (Ubuntu-basierte Distribution mit dem ressourcensparenden, funktionellen und ästhetisch ansprechendem Moksha-Desktop, einem Fork von Enlightenment)
- Crunchbangplusplus (#!++) (schlankes Debian für ressourcenschwache Rechner mit dem Fenstermanager Openbox)
- Exe GNU/Linux (Devuan mit Trinity Desktop Environment (TDE), dem Nachfahren des einstigen KDE 3.5.12)
- KDE neon (Ubuntu LTS mit KDE Plasma Upstream)
- Linux Mint Deutsch (ist von Beginn an gleich auf deutsch lokalisiert, es gibt mehr Varianten als vom Original Linux Mint, sowohl Ubuntu- als auch Debian-basiert)
- Neptune OS (Debian Stable mit aktuellem KDE Plasma)
- Q4OS (Debian mit TDE)
- Rhino (rollendes Ubuntu mit einer stabilen Xfce-Desktopumgebung)
- Siduction (schafft es Debian Sid/Unstable ziemlich stabil und praxistauglich zu bekommen, es gibt „stabile“ Installationsmedien und instabile Testbuilds)
- SliTaz GNU/Linux (eigenentwickeltes Miniatur-Linux als Stable und Rolling-Version)
- Trisquel (Ubuntu ohne proprietäre Bestandteile und mit Linux-libre-Kernel)
- Xebian (Debian Sid/Unstable mit Xfce-Desktopumgebung)
Mandrake-/Mandriva-Nachfahren
Nach dem Ende der einstigen französischen Firmen-Distribution Mandrake (später Mandriva Linux), entwickelten sich aus der Asche einige Community-Distributionen. Von Beginn an war deren Anspruch, Menschen aus der Windows-Welt eine vertraute Arbeitsumgebung anbieten zu können. Hierfür wurde neben der Designanpassung ein distributionsspezifisches Kontrollzentrum geschaffen, welches dem Windows-bekannten in nichts nachsteht. Somit ist diese Distributionsfamilie möglicherweise eher für Linux-EinsteigerInnen geeignet als die Ubuntu-/Linux Mint-Familie, da nahezu alle Konfigurationsschritte mit der Maus klickbar sind. Mindestens aber ist sie eine Betrachtung wert für Jene, die mit diesen beiden Distributionen nicht warm werden. Sie alle setzen auf das RPM-Paketformat.
- Mageia (Es gibt sie als Live- und Installationsmedien in den Varianten Gnome, KDE Plasma und Xfce.)
- OpenMandriva (Es gibt sie in Stable, Testing und Rolling, sowie speziellen Varianten/Spins.)
- PCLinuxOS (Es gibt installierbare Livemedien mit KDE, Mate und Xfce Desktopumgebungen. Über das Forum findet man weitere Varianten.)
Anti-Viren-LiveCDs
Einige frei uns kostenlos herunterladbare Anti-Virenscanner-Lösungen
- Antivirus LiveCD (basiert auf 4Mlinux)
- Dr.Web LiveDisk (Notfall-Kit für AdministratorInnen)
- Kaspersky Rescue Disk (eine weitere Virenscanner-LiveCD)
- Ubuntu Malware Removal Toolkit (Live-System zur Entfernung von Windows-Schadcode)
Datenrettung/Backup/Systemadministration
- BakAndImgCD (schlankes Live-System für Daten- und Systemsicherung/-wiederherstellung)
- Boot-Repair-Disk (Bootloader-Reparatur, Anleitung)
- Clonezilla (Live-System zum sichern und klonen von Partitionen)
- Finnix (LiveCD für SystemadministratorInnen auf Basis von Debian Testing)
- GParted Live (die Referenz-Distribution für das Partitionierungswerkzeug GParted, auch zur Datenrettung etc. geeignet)
- Grml (das „Schweizer Taschenmesser“ für SystemadministratorInnen, konsolenbasiert, enthält einige selbstentwickelte Tools)
- Plop (eine Distribution für SystemadministratorInnen, die Seite bietet viele weitere nützliche Tools)
- qt-fsarchiver LiveCD (Ubuntu-basierte LiveCD zur Systemsicherung und -wiederherstellung)
- Redo Rescue (schlankes Datenrettungssystem auf Basis von Ubuntu mit dem Fenstermanager Openbox)
- TheSSS (The Smallest Server Suite) (Miniatur-Linux für SystemadministratorInnen)
- System Rescue (eine weitere Partitionierungs- und Datenrettungs-Distribution)
Außerdem:
- Ikki Boot (fasst mehrere Live-Systeme zusammen)
Privacy/Anonymes surfen
- Linux Kodachi (Ubuntu mit Tor Browser zum anonymen surfen, mit Tools überfrachtet und zweifelhaftem Ruf)
- Septor (gehärtetes Debian mit Tor Browser zum anonymen surfen)
- Tails (die Referenz-Distribution auf Debian-Basis, um ins Tor-Netzwerk zu gelangen)
= Distributionen ohne SystemD
Hintergrundinformationen/Argumente
- Wikipedia: systemd:Kritik
- GNU/Linux.ch: Init Freedom: Auch systemd ist nicht alternativlos (2021-2022, Artikelserie)
- No systemd: Resources against systemd and alternatives
- Debian Wiki: Init (funktioniert faktisch nur in Server-Umgebungen ohne Desktopumgebung)
- Devuan Kampagne: Init Freedom (listet alternative Init-Systeme und Distributionen, die sie unterstützen)
Geeignete Distributionen für EndanwenderInnen
- Wikipedia: Linux distributions without systemd
- Distrowatch: Liste aktiver Distributionen ohne systemd
- Alpine Linux (eigenständige und sicherheitsoptimierte Distribution mit OpenRC und musl, kurze Release-Zyklen, WP)
- Chimera Linux (eigenständige und rollende Distribution mit BSD-userland, musl statt glibc, apk-Paketverwaltung, verschiedene Desktopumgebungen, WP)
- Devuan (Debian-Fork mit mehreren Init-Diensten, WP, Download als Live- oder Installer-ISO in verschiedenen Varianten sowie als text-basierter Mini-Installer, verhält sich exakt so wie Debian)
- Hyperbola GNU/Linux-libre (OpenBSD-Fork mit Pacman-Paketverwaltung, Linux libre-Kernel und Debian-Patches, WP)
- PCLinuxOS (aus dem Mandrake-Kosmos stammende rpm-basierte rollende Desktop-Distribution, kann mittels Synaptic aber auch mit apt-Paketen umgehen, sehr gute Hardware-, Desktop- und Multimediaunterstützung, WP, Download, es gibt auch verschiedene Debian-basierte Versionen)
- Venom Linux (eigenständige und rollende minimalistische Distribution mit einem BSD-Init, linuxnews, Codeberg, Github, SF)
- Void Linux (eigenständige und rollende Distribution mit interessanten Alternativkonzepten auf Basis von xbps, wer apt beherrscht, kann auch xbps bedienen, Version mit glibc und musl, WP)
= Distributionen mit musl statt glibc
Hintergrundinformationen/Argumente
- Wikipedia: musl
- TuxCare: musl vs glibc: Pro, Kontra und Hauptunterschiede (2025)
Geeignete Distributionen
- Alpine Linux
- Chimera Linux
- Void Linux